Page 111 - Holzbau Roggemann Niemberg
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SERVICE // TIPPS 111
BEFESTIGUNG UND BEFESTIGUNGSMITTEL Stöße sind nur auf der Traglattung erlaubt – schwebende
Stöße sind nicht erlaubt. Stumpfe Brettstöße sind bei
Bei Befestigung sind grundsätzlich nichtrostende Befes- vertikaler Verlegung nicht erlaubt, da diese das Stirnholz
tigungsmittel der Werkstoffgruppe 1.4301 (A2 Stähle) nicht vor erhöhter Feuchtigkeitsaufnahme schützen. Zu-
zu verwenden. Es dürfen nur Schrauben mit Teilgewin-
de verwendet werden. Schrauben sind grundsätzlich in
der Stärke des Schraubendurchmessers vorzubohren.
Das Drehmoment muss so gewählt werden, das die
Grunddlattung
Schraube nicht zu tief ins Holz eindringt und damit Profile Grundlattung
die Oberfläche beschädigt. Im Idealfall schließt der Profile
Schraubenkopf bündig mit der Brettoberfläche ab. Der
Abstand der Schraube am Brettende sollte mindestens Traglattung
Traglattung
3 cm betragen. So verhindern Sie, dass sich durch das
Arbeiten des Holzes später Endrisse bilden. Jedes Brett
ist einzeln zu befestigen.
Z - Profil
Z - Profil
AUSFÜHRUNG SOCKELBEREICH
Im Sockelbereich besteht die Gefahr von Spritzwasser.
Zur Vermeidung von Spritzwasser sind konstruktive
Details zu beachten. Die Sockelhöhe ist abhängig vom
Untergrund. Standardmäßig ist eine Sockelhöhe von Abb. MOCOPINUS, Yann Haffner
mind. 300 mm einzuhalten. Ausnahme: bei Ausführung
mit einer mind. 200 mm breiten Kiesschüttung kann die
Sockelhöhe auf 150 mm reduziert werden. Bei Einsatz
von entnehmbaren Metallrosten darf die Sockelhöhe auf
20 mm reduziert werden.
sätzlich wird die Trocknung verzögert, was zu Schäden
insbesondere an den Brettenden führen kann. Ge-
schossübergänge dürfen nicht gestoßen werden. Hier
SCHNITTKANTEN muss mit einem Z-Profil gearbeitet werden.
Alle Schnittkanten müssen vor der Montage besonders
gründlich mit Beistreichfarbe porenfrei versiegelt wer-
den. Zunächst die Beistreichfarbe gründlich aufrühren ECKAUSBILDUNGEN
(bis zu 3 Minuten) und mit Pinsel auftragen.
Auf Gehrung geschnittene und stumpf gestoßene
Eckausbildungen sind aufwendig aber nicht dauerhaft
gleichmäßig, da Massivholz je nach Witterungseinfluss
FUGEN UND STÖSSE „arbeitet“.
Wird die Fassadenbekleidung horizontal ausgeführt,
so können Sie die Übergänge mit offenen Fugen von
mind. 10 mm ausführen oder z. B. mit einem Lisene-
Profil gestalten. Auch hierbei bleibt eine Fuge von
mind. 10 mm zwischen den Brettenden und dem
Aluminiumprofil oder dem Rahmenholz. Ebenfalls
mind. 10 mm Luft sind an den Ecken einzuhalten.
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